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Werbung- harmlos oder Manipulation?

| 18.03.2015Kommentare deaktiviert Interessantes

Sie begegnet uns jeden Tag. Sie ist an jeder Ecke. Wenn wir aus dem Haus gehen, oder selbst wenn wir im Haus das Radio oder den Fernseher einschalten- Werbung! Heutzutage ist Werbung ein Teil unseres Lebens. Sie ist nicht mehr wegzudenken. Doch wann ist etwas Werbung und wann nicht? Und warum können wir uns nicht aussuchen, dass wir nur Werbung bekommen, die uns interessiert?

Als Werbung gilt allgemein jede Art von sozialer Interaktion, bei der versucht wird, sich selbst, eine andere Person oder ein Produkt besonders positiv dastehen zu lassen. Das heißt, dass selbst schon ein einfacher Flirt eine Art der Werbung ist. Beim Flirten überlegen wir uns vorher, was wir sagen, damit der andere uns anziehend findet. Nach demselben Prinzip wird auch bei größeren und öffentlichen Werbeaktionen verfahren. Somit werden Unmengen an Geld in die Entwicklung von Werbung gesteckt, die uns besonders ansprechen soll. Die Entwickler der Werbung machen sich verschiedenste Erkenntnisse von Verhaltenswissenschaften (Psychologie, Soziologie, Neurologie etc.) zu Nutze, um die Verbraucher möglichst gut von dem Produkt zu überzeugen. Uns wird eingeredet, dass wir das Produkt brauchen, obwohl es nicht so ist. Und diese Taktik hat oft Erfolg.

Doch warum können wir uns nicht aussuchen, welche Werbung wir sehen wollen und welche nicht? Genau diese Frage stellte sich auch Georgi Musev. Seiner Meinung nach sollte dies nämlich der Fall sein. Also entschloss er sich, die GmbH Human Credit zu gründen. Der Nutzer gibt freiwillig Informationen von sich an Human Credit und bekommt somit nur Werbung angezeigt, die ihn interessiert. Außerdem bekommt der Nutzer für freigegebene Informationen Credits, mit denen er dann über die Seite Hilfsorganisationen unterstützen kann. Dieses Projekt hilft also nicht nur einem selber, sondern es ist auch für andere nützlich. Der Nutzer bekommt nur für ihn relevante Werbung, der Werber ist froh über die Informationen und die Spenden kommen den Hilfsorganisationen und deren Zielgruppen zugute. Sozusagen eine Win-Win Situation.

Doch diese Möglichkeiten gibt es bisher nur im Internet, nicht beim Fernsehen oder auf der Straße. Also machen wir uns das nächste Mal, wenn wir Werbung sehen, genau darüber Gedanken, was deren Zweck  ist und ob wir uns wirklich in unseren Entscheidungen davon beeinflussen lassen wollen.

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