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Dresden – 70 Jahre danach

| 12.03.2015Kommentare deaktiviert Klasse

Wir waren in Dresden, meine Freundinnen und ich. Die Stadt ist von Touristen überlaufen, und auch wir wanderten durch die Altstadt und schauten uns die Sehenswürdigkeiten an. Gekommen waren wir aber wegen des Panometers von Yadegar Asisi:

In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 warfen 773 britische Bomber erst Sprengbomben ab, die Dächer und Häuser zerstörten. Später folgten Brandbomben, die durch den ersten Angriff eine bessere Wirkung hatten. Ob der Angriff noch notwendig und militärisch gerechtifertigt war, ist umstritten. Fakt ist, bei dem Angriff kamen fast 25.000 Zivilpersonen um, Menschen, die nicht aktiv am Krieg beteiligt waren.

70 Jahre ist es nun her und die Stadt ist wieder aufgebaut. Die Frauenkirche wurde 2005, 60 Jahre nach ihrer Zerstörung, mit Spenden aus aller Welt wieder aufgebaut. Auch die Semperoper und das Schloss waren beschädigt. Wer heute sehen möchte, wie es in jener Kriegsnacht aussah, kann dies in der Ausstellung von Yadegar Asisi tun. Es ist eine 27 Meter hohe und 107 Meter lange 360° Animation, auf die man von einer 16 Meter hohen Platform blicken kann. Lichteffekte und Ton unterstützen die düstere Stimmung des Bildes der Verwüstung. Zu sehen sind brennende Häuser, Kirchen, Gebäude… Überal liegt Schutt und Asche und es steigen Rauchwolken auf. Bei genauerem Betrachten sieht man Menschen über die Trümmer klettern. Durchs Bild fliegen zwei bunte Papagein, vielleicht um zu zeigen, dass es Hoffnung gibt?

Yadegar Asisi hat auf jeden Fall dazu beigetragen, dass es Hoffung gibt, denn dadurch dass die Leute sich das Panorama ansehen und darüber ins Gespräch kommen, bleiben die Folgen des Krieges im Bewusstsein der Leute und sind so schwerer zu ignorieren.

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