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Weltbürger mit Migrationshintergrund

| 11.03.2015Kommentare deaktiviert Klasse

Gruppen und Gesellschaften können als Ethnien bezeichnet werden. Da habe ich mich gefragt, ob auch in Berlin verschiedene Ethnien leben. Und das ist eindeutig mit Ja zu beantworten. Viele Menschen sind eingewandert  aus anderen Ländern, aber manchmal kommen einem Menschen aus Bayern oder Schwaben, die nach Berlin gezogen sind, auch schon vor wie aus einer anderen Welt. Und was verbindet all diese Menschen? Sie leben in Berlin.
Sind die Berliner eine ethnische Gruppe?  Wo fängt ein Berliner an und wo hört ein Berliner auf? Muss man in Berlin wohnen um Berliner zu sein? Oder reicht es, wenn man in Stahnsdorf wohnt und fünf  Tage die Woche in Berlin ist ? Wann wird man Berliner ? Ein Jahr, drei Jahre, fünf Jahre in Berlin wohnen ? Und sind Wahlberliner genau soviel wert wie welche, die hier geboren wurden?

Wenn jemand in Berlin wohnen möchte und sich an diese Gruppe einpasst, dann kann er ein Berliner sein. Und sich anpassen in Berlin sollte kein Problem sein. Du kannst dich den Kreuzberger Öko-Hipstern anschließen, den Junkies in der Hasenheide oder den Jungunternehmern. Entweder du wohnst in einer Villa im Grunewald oder in einer Bruchbude in Marzahn. Der amerikanische Traum lässt sich in Berlin fast noch besser leben. Die Möglichkeiten stehen einem offen. Jeder (na gut, fast jeder) hat die gleichen Chancen. Mit harter Arbeit und einem Ziel vor Augen kannst du es auch erreichen. Und selbst wenn du kein Ziel vor Augen hast, dann kannst du hart arbeiten an dir selbst und vielleicht findest du ja dann ein Ziel. Du kannst selbstgestrickte Socken im Internet verkaufen oder wie Klaus Zapf ein Umzugsimperium gründen.

Wer nimmt sich das Recht, manche aus dieser Gesellschaft auszuschließen? Manchen diese Möglichkeiten zu verwehren? Warum dürfen Flüchtlinge nicht arbeiten und sich integrieren? Weil sie uns dann die Arbeitsplätze wegnehmen, lautet das allgemeine Echo. Fakt ist doch, dass der Bessere den Job zum Beispiel in einer Firma bekommt. Wenn ein Immigrant nun einmal eine besser Leistung zeigt  und so den Arbeitsplatz bekommt, dann ist das nur gerecht. Jeder sollte die Möglichkeit zu seinem “Berliner Traum” bekommen.

Doch was unterscheidet den Berliner vom Frankfurter, vom Istanbuler oder Washingtoner ? Er lebt in einer anderen Stadt, und das allein reicht oft schon, um einen Menschen zu kategorisieren und in eine Schublade zu stecken. Sind wir nicht alle bloß Weltbürger mit Migrationshintergrund?

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