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Survival of the Fittest

| 26.01.2015Kommentare deaktiviert Interessantes

Der Mensch lebt bereits seit Millionen von Jahren in Unwissenheit über sich selbst und seine Existenz und doch ist die Menschheit zweifellos eine intelligente Spezies, ein Überlebenskämpfer. Wir würden jetzt nicht stehen, wo wir sind, wenn nicht unsere Vorfahren gegen die erbarmungslosen Konditionen ihres Umfelds angekämpft hätten. Die Natur versteckt sich hinter ihrer Schönheit. Als Heimat von Raubtieren aller Art und unberechenbaren Wetterverhältnissen bildet sie eine konstante, unzähmbare Gefahr und birgt auf jedem Schritt den Tod. Dennoch schaffte sie das Zuhause der Urmenschen. Die Erde ist ein gefährlicher Ort und die größte Bedrohung von allen ist der Mensch selbst. Er weiß es bloß nicht.

Der Mensch wird weder „gut“ noch „böse“ geboren. Neben dem biologischen Aspekt, der durch das Tragen des Individuums im Mutterleib während der Schwangerschaft geformt wird, haben die Erziehung durch sein Umfeld und das absolute Absorbieren des Lebens mit allen Sinnen Einfluss auf die Entfaltung des menschlichen Wesens.

Seit Anbeginn der Entstehung unserer Rasse tragen wir einen festen Bestandteil unserer Spezies mit uns, bekannt als die „Natur des Menschen“. Dieses Element ist fest mit uns verschmolzen. Es ist der Urinstinkt zu überleben und zu sichern, was wir lieben.

„Survival of the Fittest“ heißt es nach der Darwin’schen Evolutionstheorie. Nur der anpassungsfähigste überlebt. Lediglich als Teil einer Gemeinschaft sind wir nach diesem Prinzip als „stärkste“ Spezies noch am Leben.

Die Natur ist dem Individuum weitaus überlegen. Doch als Kollektiv sind wir robust und widerstandsfähig. Die Natur zu bekämpfen, wäre unmöglich. Sie ist das größte und wichtigste Organ, das wir haben.

Mit der Kraft von außen und der Stärke von innen erleben wir laufenden Fortschritt auf Bereichen der Wissenschaft. Durch Forschung und Kommunikation richtet sich das Denken weiterhin zukunftsorientiert. Innovationen folgen auf Innovationen, doch die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der Gesellschaften, sowie untereinander erleiden einen Zusammenbruch.

Der Draht, an dem der gesamte Staat hängt, ist gerissen. Eine Art erhöhte Bewegungsfreiheit ist entstanden. Die Gesellschaft beginnt sich zu spalten. Interessensgruppen, meist mit politischem Hintergrund, bilden sich mit zahlreichen Anhängern und leiten Konfrontationen in der Öffentlichkeit ein. Es ist die Instabilität des Staates, welche ausgenutzt wird. Verursachtes Chaos lenkt die Aufmerksamkeit auf die Situation. Kontrolle ist nur bedingt von den Staatsgewalten möglich. Neben dem grundsätzlichen Schaden, dem Bruch der Gesellschaft, resultieren Folgeschäden, welche in etwa auf finanzieller Basis liegen können. Besonders kritisch wird es, wenn sie auf politischer Ebene geschehen. Mit dem Sturz unseres Systems wäre alles zerstört, was nach dem 2. Weltkrieg und der Teilung Deutschlands errichtet wurde, nämlich das Herz unseres Staates, die Demokratie.

Medien sind eine Quelle des Wissens. Sie verbreiten schnell, effektiv und flächendeckend Informationen. Sie werden als Grundgerüst für (versteckte) Propagandazwecke missbraucht. Dieses Kommunikationsnetzwerk gehört zum Repertoire der Kriegsführung. Hass wird gegenüber Gegenkämpfern und dem Fremden provoziert und Liebe den eigenen Mitstreitern zugesprochen.

Kriege sind auf unserem Planeten kein Ausnahmefall. Es hat sie schon immer gegeben. Ein Ende aller Kriege ist in der Zukunft nicht vorstellbar. Bei einem Krieg müssen keine Bomben fallen, um ihn als solchen zu identifizieren. Gegenüber stehende Fronten müssen ebenso wenig existieren. Eine Waffe muss nicht immer schießen oder stechen, dennoch ist das Resultat immer das Gleiche. Es fließt Blut, zumindest im metaphorischen Sinn.

Politik und Wirtschaft dominieren die moderne Kriegsführung und sind monströse Schlachtfelder. Sie verursachen Schäden exakt im größten Schwachpunkt des Gegners. Als „Gegner“ werden auch heute noch die Gesamtheit einer Nation, eines Volkes oder der Anhänger eines Glaubens oder einer Religion gesehen. Wieder taucht das Individuum, in diesem Fall das Oberhaupt, welches die Folgen seines Handelns als „Spieler“ persönlich zu tragen hat, unter, wodurch die gesamte Bevölkerung leiden muss. Krisen, Hungersnöte und Armut folgen ihr als Konsequenz. Der Mensch wird entmenschlicht. Er wird ausgenutzt und gedemütigt. Die Führungsmacht lehnt sich an die Bevölkerung, die jedoch durch ihre Schwäche und Anteillosigkeit zusammenbricht. Dieser Missbrauch von der vom Volk zugesprochenen Macht und die damit verbundene Verantwortungslosigkeit für das eigene Handeln ist unmenschlich. Die Führungsmächte behalten ihre Macht solange, bis der letzte Untertan tot ist oder die Gewalt vom Volk ausgeht und der Regentschaft ein Ende setzt. Doch solange dies nicht geschieht, sind die Individuen entweder von Terror und Unterdrückung gekennzeichnete Spielfiguren oder Tote.

Der Mensch befindet sich auch noch nach einer Erhöhung des Lebensstandards in der Rolle des Überlebenskämpfers. Mit jedem Schritt und Atemzug verweilt er im Angesicht des Todes, seine Würde und seinen Stolz schützend. Er ist ihnen gegenüber defensiv eingestellt. Sobald den Menschen die Habgier überfällt, geht die Selbstachtung und Wertschätzung verloren. Die Solidarität verfällt komplett. Die eigenen Interessen gelangen in den Vordergrund. Er wird offensiv.

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