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Freihändig

| 07.01.2015Kommentare deaktiviert Kreatives Schreiben

Der Wind in meinen offenen Haaren
flüstert mir zu
verführend
verlockend
versucht er
mich zu überzeugen
und die Versuchung ist zu überzeugend
als dass ich sie einfach kentern lassen könnte.
Sein Flüstern hallt in meinen Ohren
wieder
als befänden wir uns in einem Spiegelzimmer,
in dem die Gedanken sich mit dem Handeln spiegeln
und wir uns nicht mehr sicher sind, was genau unser Spiegelbild an Wahrheit spricht.
Realität und Wirklichkeit
trennen sich
nicht mehr voneinander.
Meine Fingerspitzen kitzeln,
Adrenalin lodert
flammend
gefährlich
lauert es mir auf.
Langsam, zögernd
hebe ich die Arme.
Mein Herz schlägt hastig, stolpernd doch immer im Gleichschritt
in jedem Moment kann es passieren,
dass
das Gewicht kippt
der Sinn sich nicht mehr gleicht
der Spiegel in tausend Stücke zerspringt
oder der Himmel uns auf den Kopf fällt.
Doch nein,
so ist es nicht,
nicht heute,
vielleicht gestern und vielleicht auch morgen,
doch nicht jetzt,
denn nun fliege ich
vogelfrei über die Straße
und in diesem einen kurzen Moment spüre ich es
ich spüre so viel, so unendlich viel,
wenn durch meine Adern ein Gefühl des puren Glücks zuckt,
rasend schnell
durch diesen kurzen Moment
in dieser kurzen Ewigkeit
fliege ich freihändig.

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