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Und noch einmal zum Thema Freundschaft

| 16.12.20132 Kommentare » Klasse

Freunde sind einer der wichtigsten Bausteine in unserem Leben. Sie sind neben unserer Familie die Personen, welche uns am meisten am Herzen liegen. Sie helfen uns zu verstehen, und sie sind die Menschen, mit denen wir lachen und weinen können. Sie bringen uns dazu Dinge zu tun, von denen wir davor niemals gedacht hätten, dass wir dazu in der Lage sind.

Aber wie komme ich dazu, einen Menschen „Freund“ zu nennen? Es gibt 7 Milliarden Menschen auf der Erde, 80 Millionen in Deutschland, 3,5 Millionen in Berlin, 1500 auf unserer Schule, aber warum ist unser Freundeskreis so klein? Wieso nenne ich 5 Personen Freunde und die restlichen 7 Milliarden nicht? Eine Person ist für uns erst dann ein „Freund“, wenn wir mit ihm bestimmte Dinge erlebt haben, Situationen, in denen einer von uns der anderen Person geholfen hat. Eine Situation, in der eine andere Person nicht mehr weiter weiß und mir vertraut. Vertrauen ist also das Wort, nach dem wir suchen. Aber warum fällt es uns oft so schwer, einer Person zu vertrauen? Je älter wir werden, desto mehr haben wir erlebt und zu oft wurden wir enttäuscht. Wir haben Angst, dass fremde Menschen uns wehtun, wenn wir sie zu nah an uns heranlassen, und sie uns wieder zeigen, dass wir ohne sie besser dran sind, als mit ihnen. Manchmal verpassen wir auf diese Weise die Chance, neue Menschen kennen zu lernen, mit denen wir vielleicht den Rest unseres Lebens befreundet wären. Kleinen Kinder geht es nicht so. Sie schaukeln durch Zufall einmal nebeneinander und schon trifft man sich am nächsten Tag auf dem Spielplatz wieder. Sie wissen noch nicht, wie es ist, von einer Person, der man vertraut hat, enttäuscht zu werden. Sie vertrauen dir, da sie so gut wie keine Vorgeschichte haben.

Wünscht sich nicht jeder von uns diesen einen Freund, der niemals verloren geht, den wir unser ganzes Leben haben? Mit dem wir über alles reden können, der uns immer zuhört, uns hilft, der immer für uns da ist, wenn wir in der Klemme stecken? Oft denken wir, wir haben diese eine Person gefunden und meinen, sie sei unser „bester Freund“. Doch was ist ein „bester Freund“? Der beste Freund ist die Person, die wir jedem anderen Menschen auf der Erde vorziehen würden, bei der wir am liebsten Tag und Nacht wären. Wir haben sie in unser Herz geschlossen und wollen sie am liebsten nie wieder loslassen. Doch je mehr wir uns aber an dieser einen Person festklammern, desto schmerzvoller ist der Abschied nach der bitteren Enttäuschung, von der man sich gewünscht hatte, dass sie niemals eintrifft.

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Kommentare

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2 Kommentare zu „Und noch einmal zum Thema Freundschaft“

  1. smileymiley

    Ich glaube, du hast Recht viele Menschen sind zu misstrauisch gegenüber Fremden und verpassen so die Chance auf einen neuen Freund. Das genau ist das Problem am älter werden, man wird misstrauisch und geht nicht mehr mit diesen offenen Blick eines Kindes durch die Welt, dass an jeder Ecke einen neuen Freund findet. Genau das ist auch das Problem mit sehr langen Freundschaften die früh beginnen wir fragen uns nämlich nicht nur bei Fremden Menschen ob wir ihnen vertrauen können, sondern auch bei denen die wir schon aus dem Sandkasten kennen. Genau diese Frage macht viele Freundschaften kaputt. Wir sollten alle die Augen schließen und wenn wir sie wieder öffnen die Menschen durch Kinderaugen betrachten.

  2. flottylotty

    In dem Disney Film “Cap und Capper”versprechen sich der Fuchs und der Hund auf immer die Freundschaft. Best friends forever. Was diesen einen besten Freund ausmacht oder ausmachen soll ist bei jedem anders. Je nachdem auf was wir Wert legen.
    Ehrlichkeit, Vertrauen, Interesse, Verständnis, oder Symphatie und Gemeinsamkeiten. Wie viel von welcher Eigenschaft, das aus Bekannten Freunde, aus Freunden Beste Freunde und daraus womöglich Geliebte werden? Wie viele gemeinsame Momente?
    Für mich ist die eigentlich wichtigste Eigenschaft eines guten Freundes die, dass er mich in Frage stellt. Denn dieser möchte nicht mit Komplimenten befriedigen und stillen, sondern stellt manchmal die harte Realität und die nackte Wahrheit vor Augen. Natürlich kein Freund, der ständig sagt, was verbesserungsfähig ist, doch jemand der deine Stärken und Schwächen kennt,wie seine eigenen Hände.Und dich und dein Handeln in Frage stellt, falls er merkt, dass du dich auf dem falschen Weg zu deinem Glück befindest.
    Diese Gedanke machen sich Cap und Capper wohl eher nicht. Sie aktzeptieren ihre wunderbare Freundschaft so wie sie ist und definieren und analysieren sie nicht aufs kleinste Detail. Das einzige was sie wissen ist, dass sie sich mögen und gerne Zeit miteinander verbringen. Sie lieben sich, so wie der Pinguin seinen Fisch braucht oder wie Kirsche und Kern schlicht und einfach zusammengehören. Manchmal sollten wir vielleicht einfach daran denken und den Moment genießen, so wie er ist.