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Facebook oder Twitter verändern Freundschaften

| 22.11.20137 Kommentare » Interessantes, Klasse, Kreatives Schreiben

Es ist schon eigenartig. Je mehr Zeit wir mit Facebook oder Twitter verbringen, desto weniger Zeit verbringen wir mit unseren Mitmenschen oder unseren Freunden. Womöglich liegt das daran, dass jeder seine eigene Meinung zum Thema Freundschaft hat. Für viele bedeutet Freundschaft zu vertrauen. Freundschaft heißt Verständnis. Freundschaft bedeutet Unterstützung, sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten. Doch für viele bedeutet Freundschaft auch eine einfache Beziehung über Facebook oder Twitter. Bei den ganzen sozialen Netzwerken gilt ein hinzugefügter Kontakt sofort als Freund, obwohl man dieser Person eventuell noch nie im Leben begegnet ist. Da unser normaler Begriff von Freundschaft durch die sozialen Netzwerke und auch durch den technischen Fortschritt hinterfragt wird, sollte man sich mal ein wenig Zeit nehmen und darüber nachdenken und sich mit diesem Thema ernsthaft auseinandersetzen.

Wer sich ein Facebook-Konto erstellt, hat zu Beginn keinen einzigen Freund – zumindest in der digitalen Welt. Man muss sich diese so genannten “Freunde” erst einmal erklicken. Klick für Klick fragt man meistens wildfremde Menschen um deren “Freundschaft”. Solche Freundschaftsanfragen abzulehnen, gilt als äußerst unhöflich. Deswegen nehmen die meisten Leute einfach an und haben schon nach ein paar Wochen die ersten 100 Freunde. Das kann doch keinen richtig glücklich machen.
Ein wichtiger Faktor für eine echte Freundschaft ist Zeit. Eine Person, die man zu Anfang im Leben kennenlernt, wird erst durch die Zeit, die man mit ihr verbringt, zu einem wahren Freund, den man mag und mit dem man sich total super versteht. Beziehungen werden durch die ganzen Medien immer oberflächlicher. Somit gewinnt das Halten einer solchen Freundschaft immer mehr an Bedeutung. Echte Freunde müssen also Zeit für einander aufwenden, um die Freundschaft am Leben zu halten.

Zum Schluss lässt sich sagen, dass echte Freundschaften in der heutigen Welt echt anders geworden sind, weil viele Menschen die Leute einzig und allein nach ihrem Online-Profil bewerten. Wahre Freunde lernen sich erst kennen, treffen sich und bauen eine Beziehung auf. Man muss einfach zwischen der Online-Darstellung und der wirklichen Wirkung einer Person unterscheiden können. Wer das nicht kann, hat meiner Meinung nach keine wahren oder besten Freunde verdient.

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Kommentare

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7 Kommentare zu „Facebook oder Twitter verändern Freundschaften“

  1. missperry

    Ich nutze Facebook schon seit einigen Jahren. Ich habe jetzt schon 400 “Freunde”. Aber nur weil sie dort so bezeichnet werden, heißt es lange noch nicht, dass sie wirklich meine Freunde sind.
    Ich nutze soziale Netzwerke als Chance um mit Freunden oder Bekannten in Kontakt zu bleiben. So verliere ich Menschen, die ich nicht so oft sehen kann, oder die nicht in Berlin wohnen, nicht aus den Augen.
    Jeden meiner Facebook Freunde habe ich schon einmal in meinem Leben gesehen. Außerdem nehme ich auf keinen Fall eine Freundschaftsanfrage von jemandem an den ich überhaupt nicht kenne.

  2. trochowski

    Ich stimme dir auf jeden Fall zu. Um wirklich mit jemandem befreundet zu sein benötigt es Zeit. Es reicht nicht aus jemandem eine Freundschaftsanfrage zu senden.

    Wichtig ist für mich auch, dass ich meinen Freunden blind vertrauen kann. Und das ist nur möglich wenn ich die Person gut kenne. Ob ich jetzt bei Facebook oder sonstigen Sozialen Netzwerken einer Fremden Person eine Freundschaftsanfrage schicke, oder ob ich auf der Straße einen wildfremden Menschen alles über mein Leben erzähle ist in meinen Augen kein Unterschied. Und zweiteres würde niemand als “echte Freundschaft” bezeichnen.

    Wenn ich über dieses Thema nachdenke komme ich immer zu dem Schluss, dass ich mir eine wahre und enge Freundschaft sehr hart erarbeiten muss.

  3. kiwi

    Ich denke auch, dass die Anzahl der Facebookfreunde keine Informationen über die wirklichen Freunde gibt, jedoch glaube ich, dass sie etwas über diese Person aussagt.
    Das hört sich vielleicht merkwürdig an, aber wenn man mal darüber nachdenkt wie es auf einen wirkt und welches Bild man von einer Person im Kopf hat die auf Facebook nur 20 Freunde hat und welche Eindrücke von jemadem mit 500 Freunden, dann wird klar was ich meine. Das ist ähnlich wie mit den Bildern und den LIKES. Hat jemand 50 Bilder, wo unter jedem 200 Likes stehen macht das einen anderen Eindruck, als wenn jemand nur sein Profilbild mit 15 Likes hat.

    Jeder weiss, die Freunde auf Facebook sind nicht gleich die echten Freunde, trotzdem lassen wir uns durch diese Zahlen beeindrucken, wozu sonst nehmen wir jede Freundschaftsanfrage an?

  4. www

    Meiner Meinung nach kann keine wahre Freundschaft durch Facebook oder durch andere soziale Netzwerke entstehen.
    Ich habe auf Facebook zwar nicht so um die 400 Freunde, dennoch finde ich, dass ich mit meinen rund 150 Freunden schon viele habe. Eigentlich kann ich sie aber gar nicht als Freunde bezeichnen, da ich nicht mit ihnen spreche oder irgendwas mit ihnen unternehme. Eigentlich bin ich mit dem Großteil meiner Freunde auf Facebook nur befreundet, weil ich sie schon mal gesehen habe. Man sieht sich einmal und macht sich gleich noch am selben Abend eine Freundschaftsanfrage, die meist auch angenommen wird. Man denkt, dass man dann durch Facebook im Kontakt bleibt und sich nicht aus den Augen verliert, doch das ist nicht so. Man schreibt vielleicht ein Mal mit einander und das war es dann auch schon.
    Ich finde einfach, dass man durch soziale Netzwerke keine richtigen Freunde findet und man lieber einen wahren Freund in der Realität hat, als 1000 Freunde bei Facebook, die wahrscheinlich sowieso nicht zu einem halten.

  5. a-star

    Heutzutage ist eine Welt ohne soziale Netzwerke fast unvorstellbar. Besonders Jugendliche verbringen viel Zeit vor Computern und Smartphones, um immer aktuell zu sein. Soziale Netzwerke sind bekanntlich dazu da, um mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben, doch Freundschaften pflegen tuen sie nicht. Sie haben zwar Potenzial zu der Entstehung einer Freundschaft beizutragen, doch dieses wird meist nicht ausgeschöpft. Meiner Meinung nach fixiert man sich in der Gegenwart zu sehr auf Technik, besonders auf soziale Netzwerke. Sie haben natürlich positive Seiten, als auch negative. Das Treffen anderer Personen außerhalb des Internets muss wieder mehr Priorität erhalten. Doch solange man das Limit kennt, ist alles in Ordnung.

  6. superzicke

    Ich denke schon das Facebook, Twitter und co eine Freundschaft befördern können. Es schadet doch nicht einmal in der Woche mit einander zu schreiben oder sich die Tweets des anderen durchzulesen und so ein bisschen mehr über das Leben des anderen zu erfahren.

    Ich habe kein Facebook, Twitter, Whats’app oder Instagramm. Ich finde es auch nicht schlimm. Mit meinen Freunden in Japan kann ich E-Mail schreiben und die anderen sehe ich meistens täglich oder zumindest einmal in der Woche. Ich nutze es nicht, weil ich es nicht brauche. Mir wird oft gesagt ich sollte mir mal Facebook machen oder Whats’app runterladen, aber dann frage ich mich wozu ? Warum ruft ihr mich nicht einfach an oder schreibt mir eine E- mail.

    Ich brauche die meisten soziale Netzwerke nicht, aber ich denke, dass es für viele eine gute Möglichkeit ist in Kontakt zu bleiben. Wenn es einem hilft, warum nicht?

  7. funnypfirsich

    Ich habe 310 Freunde auf Facebook. Von denen habe ich jeden schon mindestens einmal persönlich gesehen. Das heißt doch aber nicht, dass wir befreundet sind, oder doch?

    Facebook ist eine gute Möglichkeit um mit Menschen in Kontakt zu bleiben und über deren Leben etwas zu erfahren. Über die Posts und Bilder kann man gut mitverfolgen, was der Mensch so erlebt. Für Freunde, die sich im Urlaub kennen gelernt haben oder der eine umgezogen ist, ist es eine sehr gute Option. Immer anzurufen könnte nämlich teuer werden. Über Facebook ist es halt einfacher. Eine Freundschaftsanfrage senden, dann annehmen und schon ist man in Kontakt.

    Nur weil man auf Facebook befreundet ist, heißt es nicht, dass man die realen Freunde vergessen sollte. Denn wer wird wohl zu dir stehen, wenn du Hilfe brauchst: Facebook-Freunde oder die Echten?