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Beste Freunde – Mythos oder Realität?

| 18.11.20136 Kommentare » Interessantes, Klasse, Kreatives Schreiben

Beste Freunde – Mythos oder Realität?
Ist sie wahr,  die Geschichte von den zwei Menschen, die noch als Hundertjährige auf der Veranda sitzen und sich von den “guten alten Zeiten” erzählen? Von alldem, was sie schon zusammen erlebt haben?
Oder ist das nur eine weitere Erfindung der Literatur-und Filmbranche, die uns berühren soll und die wir dann letztendlich auf die Realität übertragen?
Ähnlich ist es doch mit der Frage nach der Liebe auf den ersten Blick.
In den Künsten existiert sie, ohne Frage.
Ob auf Papier mit Druckertinte verewigt, als Filmmaterial zum endlosen Abspielen, oder sogar per Pinselstrich festgehalten.
Ist es vielleicht auch so in der Freundschaft?
Sieht man jemanden und denkt: “Das ist er, das soll mein bester Freund fürs Leben werden!”?
Ist das nicht auch wieder sehr auf Äußerlichkeiten bezogen?
Ich habe einmal ein Buch gelesen, in dem hieß es, dass es zwar keine Liebe auf den ersten Blick gäbe, sondern eher “Liebe auf den ersten Riecher”. Dass man seinen Traumpartner riechen könne.
Und was unterscheidet letztendlich Freundschaft von Liebe?
Was unterscheidet die Ehe von der Freundschaft fürs Leben?
Kann man überhaupt von Freundschaft fürs Leben sprechen?
Möglicherweise ist so eine Freundschaft nicht unbedingt eine “für immer”- Sache.
Ich höre oft von älteren Menschen: “Das war damals meine beste Freundin.”
Warum nur damals?
Kann man jemanden  ”Beste Freundin” nennen, wenn man  später nichts mehr miteinander zu tun hat?
Kann man dann überhaupt beste Freunde haben? Wenn man so jemanden erst im Nachhinein bestimmen kann?
Kann man Freundschaften wieder aufleben lassen?
Freundschaft ist von Zweien abhängig.
Ist diese Freundschaft für beide wichtig? Und vor allem:  Wie wichtig ist sie?
Egal wie sehr sich eine Person bemüht, wenn die andere diese Bemühungen nicht  ebenso unternimmt, oder sie zumindest anerkennt, kann diese Freundschaft nicht funktionieren.
Kann der Wille zu einer Freundschaft  verloren gehen?
Durch viele Enttäuschungen vielleicht.
Wenn man feststellt, dass man doch nicht so gut harmoniert, wie zu Beginn angenommen.
Aber wie realisiert man das?
Kann man sich eingestehen, dass so eine Freundschaft keinen Sinn mehr macht? Ist das überhaupt möglich, nach einer vielleicht langjährigen Freundschaft?
Und woran macht man das fest, dass es nicht mehr funktioniert?
Wenn die Interessen nicht mehr übereinstimmen?
An ständigen Differenzen?
Eigentlich ist es doch eher davon abhängig, wie man erzogen wurde.
Wenn wir negativ an solche möglichen Freundschaften herangehen, wenn wir von klein auf gelernt haben, dass es nichts bringt, dann werden wir für Freundschaften nicht kämpfen, für die wir es aber eigentlich tun würden, hätten wir nur ihren Wert erkannt.
Existiert dieser Wert dann überhaupt für einen, wenn man ihn nicht kennt? Oder nicht akzeptiert?
Es hängt wieder vom Wissen ab und von der persönlichen Einstellung, ob es den besten Freund für einen gibt.
Vielleicht hat man ihn schon längst gefunden, bloß noch nicht als solchen erkannt.
Wie ich persönlich zu dem Thema stehe, kann ich nicht eindeutig sagen. Ich bin der Meinung, dazu fehlt es mir noch an Erfahrung.
Aber eigentlich fehlt diesem ganzen Text etwas Grundlegendes. Alles, was ich hier niedergeschrieben habe, stützt sich auf Vermutungen.

Denn wie definieren wir den Begriff “Beste Freunde”?

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Kommentare

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6 Kommentare zu „Beste Freunde – Mythos oder Realität?“

  1. missperry

    Ich hab meine beste Freundin in meiner Klasse kennen gelernt. Das erste Jahr hatten wir eigentlich gar nichts miteinander zu tun, doch mit der Zeit haben wir immer mehr zusammen gemacht.
    Sie ist meine beste Freundin weil wir uns alles erzählen und sie bei vielen Erlebnissen dabei war. Wir sehen uns jedes Wochenende, haben den gleichen Freundeskreis und fahren sogar zusammen in den Urlaub. Sie kennt mich so gut, dass ich nichts vor ihr verstecken kann. Wir haben uns über die Jahre oft gestritten, uns aber immer wieder zusammengerauft.
    Ich weiß nicht ob unsere Freundschaft für immer halten wird, aber ich genieße die Zeit mit ihr.

  2. ashley

    Ich habe auch viele Freunde, die ich als Beste Freunde bezeichnen würde, aber als ich genauer über den Begriff “Beste Freundin”nachgedacht habe, ist mir aufgefallen, dass ich mich eigentlich nicht Festlegen sollte. Ich denke, dass man erst wenn man älter ist sagen kann, wer immer für einen da war und echt alles von einem weiß. Seit wir in Ethik über Freundschaften geredet haben mache ich mir doch mehr Gedanken, wer von meinen “Freunden” wirklich Freunde sind.
    Ich habe schon oft mitbekommen, dass vor allem Mädchen der Meinung sind, dass man nur EINE Beste Freundin haben kann, doch dazu habe ich eine andere Meinung. In vielen Angelegenheiten bin ich sehr vorsichtig geworden, was Freundschaften angeht, da ich schon sehr viele Erfahrungen gemacht habe, wie es ist von falschen Freunden stehen gelassen zu werden.

  3. www

    Ich würde sagen, dass ein bester Freund jemand ist, dem man wirklich alles anvertrauen kann, der einen aufmuntert, einem zuhört, ernst nimmt und versteht.
    Ich kann meiner Besten Freundin wirklich alles anvertrauen, weil ich weiß das sie mich versteht, mir vielleicht helfen kann und weil sie mir einfach zuhört. Wir unternehmen wirklich sehr viel zusammen und es wird nie langweilig mit ihr. Ich bin wirklich froh sie zu haben und möchte gar nicht nachdenken was ich ohne sie tun würde. Aufjedenfall finde ich, dass eine beste Freundin keine Selbstverständlichkeit ist und ich glücklich sein sollte, dass ich mit so jemanden befreundet bin.

  4. kiwi

    Beste Freunde fürs Leben?
    Ich denke, selbst in meinem jungen alter kann ich sagen, dass das eigentlich unmöglich ist. Wenn ich mir überlege, mit wem ich im Kindergarten am besten berfreundet war, mit wem in der Grundschule,…, dann kommen mir drei Personen in den Kopf. Zwei von diesen Freundschaften haben sich gut gehalten, allerdings habe ich mit der einen Person kaum noch etwas zu tun. Daran kann man sehen, mit 15 Jahren habe ich zwei Leute mit denen ich schon mein ganzes Leben sehr gut befreundet bin, aber auch, dass sich nach 15 Jahren eine sehr gute Freundschaft ausgelebt hat. Das ist normal, denn jeder entwickelt sich. Und wir haben uns halt in verschiedene Richtungen entwickelt.
    Meiner Meinung nach kann man eine Freundschaft fürs Leben haben, aber keinen besten Freund fürs Leben.

  5. a-star

    Meiner Meinung nach bestehen vor allem in der Jugend außerordentliche Chancen den „besten“ Freund zu finden, da man ständig in Kontakt mit zahlreichen interessanten Persönlichkeiten steht, zum Beispiel in der Schule. Je älter man wird, desto kleiner wird die Möglichkeit ihn zu finden, weil sich viele Erwachsene vor allem in Richtung Familiengründung orientieren oder nicht die Zeit haben auf andere Personen einzugehen, weil ihnen harte, isolierte Arbeit Tag für Tag im Weg steht. Und dennoch besteht die Aussicht auf eine wunderbare Freundschaft.

  6. v1i9k9i8

    Ich glaub jeder von uns hat irgendjemanden, denn er als beste oder besten Freund bezeichnet. Aber ob das für das ganze Leben halten wird? Ich wünsche es mir, aber man kann sich nie sicher sein. Es besteht doch immer eine Gefahr oder? Ich glaube selbst nach 50 Jahren Freundschaft kann es passieren, dass man sich streitet und nicht mehr zu einander findet. Freundschaft ist eine sehr komplizierte Sache und auch nicht immer die einfachste.