Zum Inhalt

Druckhaus mit Japanern

| 20.10.20133 Kommentare » Ausflüge, Japan, Klasse, Projekte

Am 13.August haben wir das Druckhaus Spandau besucht. Mit dabei waren drei japanische Jugendbotschafter, die zu dieser Zeit bei drei Mitschülerinnen zu Gast waren.

Bei der Führung durch die Druckerei haben wir sehr viel Neues erfahren, zum Beispiel, dass eine Zeitung im Druck mehr als das Doppelte des Verkaufspreises kostet. Die Produktionskosten und der Gewinn werden über Werbung finanziert. Außerdem haben wir erfahren, dass die Druckerei neun Tageszeitungen, zwei Wochenzeitungen und fünf Sonntagszeitungen druckt. Zusätzlich drucken sie auch noch private Aufträge. Das ist möglich, weil sie zu den leistungsstärksten Druckereien Deutschlands gehört und mehr als 10 Millionen Seiten pro Stunde drucken kann.

Ein wichtiges Thema war auch noch der Umschwung von gedruckten Zeitungen zu Exemplaren im Internet. Dadurch, dass viele die Online-Varianten nutzen, sind im Laufe der letzten Jahre die Druckauflagen sehr zurückgegangen.

Eine besondere Attraktion war auch noch die Besichtigung der Druckmaschinen. Da unsere japanischen Gäste nur einen Teil der Führung übersetzt bekamen, durften sie als kleine Entschädigung als erste einmal einen Fuß auf den wackligen Boden unter den Maschinen setzen. Da stellte sich natürlich dann die Frage, warum nicht das ganze Haus so wackelt? Die Antwort ist ganz simpel: das Stück Boden, auf dem die Maschinen stehen, ist eine ganz besondere Konstruktion und durch Gummi vom restlichen Boden getrennt. Anderenfalls stünde das Haus schon lange nicht mehr.

Im Anschluss an die Besichtigung sind einige von uns mit den japanischen Gastschülern in die Zitadelle Spandau gefahren.

Schlagwörter für diesen Artikel:

, , ,

Kommentare

Kommentare sind nur innerhalb von 30 Tagen nach Veröffentlichung des Artikels möglich. Dieser Zeitraum ist nun leider vorüber.

3 Kommentare zu „Druckhaus mit Japanern“

  1. superzicke

    In der Zitadelle Spandau besichtigten wir mit den japanischen Mädchen den Fledermauskeller, die alten Mauern der Burg, eine Instrumentenbauerin… Es war schön da wir einfach ungezwungen eine kleine Führung machen konnten und die Mädchen wirklich Interesse zeigten. Dazu kam dann noch das kleine Abenteuer mit dem gefundenen Handy :)
    Die ganze Woche hat mir sehr viel Spaß bereitet und ich freue mich jetzt schon auf die Japan- Fahrt, die ich mit einer Mitschülerin erleben werde.

  2. a-star

    Das Druckhaus war wirklich gigantisch und bot eine Menge Möglichkeiten sich zu verlaufen. Überall, wo man hinsah, erblickte man Maschinen. Der Besuch beinhaltete eine kompetente Führung, bei der die einzelnen Schritte vom bloßen Papier bis zur verkäuflichen Zeitung ausführlich besprochen wurden. Meiner Meinung nach war es ein interessantes Erlebnis und eine wertvolle Erfahrung, die vor allem für das zukünftige Berufsleben bedeutsam ist.

  3. tieraerztin

    Dieser besondere Tag ist mir auch noch sehr gut in Erinnerung. Vor der Führung dachte ich, dass ich schon vieles über das Drucken wusste, da ich bereits in Amerika in Museen war, wo mir die beeindruckende Kunst des Druckens veranschaulicht wurde. Ebenfalls war ich auch in Leipzig im Druckmuseum, wo ich mir die Entwicklung der Maschinen bis zur heutigen Zeit angucken konnte. Doch ich lag falsch. Ich hatte nie gewusst, wie umfangreich es doch ist, Millionen von Zeitungen zu entwerfen und dabei immer wieder darauf zu achten, dass die Farbe auch genau richtig verteilt ist, etc..
    Es hat mich beeindruckt, wie viele Stationen eine Zeitung durchlaufen muss bis sie schließlich von ihren Lesern am Frühstückstisch, in der U-Bahn oder anderen Orten gelesen werden kann.