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MoPo Zeitungsenten und ihr Geschnatter

| 17.06.20135 Kommentare » Interessantes, Klasse, Kreatives Schreiben, Projekte

Sie sind in Zeitungen und Zeitschriften zu finden – die Zeitungsenten. Das sind Unwahrheiten, Lügen, Übertreibungen und Gerüchte. Im Rahmen des Morgenpost-Projekts “Schüler machen Zeitung” haben wir uns auch mal daran gemacht, welche zu schreiben. Hier sind die Ergebnisse! Viel Spaß beim Lesen;)

Rinderwahnsinn
Berlin -  Am 02.06.2013 versetzte eine Kuh-Herde den Alexanderplatz in Aufruhr. Die herbeigeeilten hilflosen Polizisten waren eindeutig überfordert. Mit ihren Autos versuchten sie zunächst die Kühe zu umzingeln. Als das wiederholt missglückte, riefen sie die Mitarbeiter der Tiernotzentrale zur Hilfe. Denen gelang es schlussendlich, die Kuh-Herde  zusammentreiben und einzufangen. Woher die Kühe kamen, ist noch unklar. Es wird vermutet, dass übermütige Jugendliche am Wochenende wieder einmal mehr als nur eine Kuh fliegen ließen.

T.B.

Erstaunliche Methoden
Berlin – In den fünf Jahren seiner Amtszeit ist es dem Direktor der Super-Duper-Oberschule nicht aufgefallen, was mit seinen Lehrern eigentlich los ist. Sie verhalten sich merkwürdig und auch ihre Schüler werden immer schlechter in Sachen Schulnoten. Reporter waren inkognito an dieser Schule, und im Lehrerzimmer haben sie Schockierendes feststellen müssen. Ein Lehrer dieser Schule veranstaltet nämlich Sachen, die eines Pädagogen unwürdig sind. Die Noten seiner Schüler entscheidet Herr M., indem er Dartpfeile auf ein Dartboard wirft. Als die Beweise dafür dem Schuldirektor vorgelegt wurden, verlor Herr M. auf Anhieb sein Lehramt. Ein Elternteil hat den Lehrer sogar angezeigt, und Herr M. muss bei Verurteilung mit bis zu fünf Jahren Haft rechnen.

T.K.

Eine blutige Angelegenheit
Berlin
– Beim gestrigen Abschlusstraining der Fußballmannschaft AuaMeinZeh ereignete sich Seltsames. Kurz vor dem Anpfiff in der Umkleidekabine hörten die Spieler angeblich seltsame Stimmen. Der Trainer Ulli Schnalle überzeugte sich selbst davon und sah, dass alle Schränke aufgerissen und die Klamotten durchwühlt waren. Er berichtete, dass es von der Decke tropfte und der Boden überschwemmt war. Im Waschraum fand der geschockte Mann das Team-Maskottchen Käsesocke blutüberströmt am Boden liegend vor. Die vom Trainer umgehend herbeigerufene SMH gab jedoch Entwarnung. Es stellte sich heraus, dass das Maskottchen und die Spieler Blutkapseln besorgt hatten und alles nur ein Scherz sein sollte. Der Notarzt musste dem vor Schreck kollabierten Trainer eine Beruhigungsspritze verabreichen. Nun werden die Spieler sich für diesen schlechten Scherz und seine Folgen für Ulli Schnalle vor Gericht verantworten müssen.

C.S.

Wodka-Demonstration
Berlin – Gestern Vormittag demonstrierten ungefähr 5 Millionen Leute aus ganz Deutschland vor dem Brandenburger Tor gegen den Wodka-Verkauf an unter 40-jährige. Eine neue Studie aus Polen hatte ergeben, dass bei jüngeren Erwachsenen durch den Konsum von hochprozentigem Wodka ein Großteil der Gehirnzellen abstirbt. Ab einem Alter von 40 Jahren hört dieses Phänomen auf und Wodka hilft sogar beim Wiederaufbau von neuen Zellen. Die Nachricht verbreitete sich rasend, denn soziale Netzwerke, wie Zwitscher und Gesichtsbuch informierten jeden ihrer Nutzer persönlich mit einer E-Mail, in der sie alle dazu aufriefen, sich vor dem Brandenburger Tor zu versammeln. Da zu diesen Nutzern auch Jugendliche zählen, waren diese dort sogar zahlenmäßig überlegen. Das hohe Bildungsniveau von jüngeren Menschen wurde dadurch erneut unter Beweis gestellt. Mit vollem Körpereinsatz kämpften sie für strengere Kontrollen beim Wodka-Verkauf. Achthundert Polizisten müssen derweil noch in Krankenhäusern in Berlin und den benachbarten Bundesländern behandelt werden.

C.K.

Der Eichhörnchendelfin
Berlin – Eine wissenschaftliche Sensation gelang dem Berliner Nachwuchswissenschaftler Niklas Emerich. Nachdem er sich mit der Spezies der Delfinoiden und der Kraxeloden langjährig beschäftigt hatte und erstaunliche Gemeinsamkeit zwischen Delfin und Eichhörnchen entdeckte hatte, kam er zu dem Entschluss eine neue Art zu kreieren. Er investierte viele Jahre in diese Arbeit, doch die meisten seiner Kollegen hielten ihn für verrückt. Vor einem Jahr gelang es ihm eine Delfin-Eizelle mit Eichhörnchen-Spermien zu befruchten. Gestern präsentierte Herr Emerich den Eichhörnchendelfin einem breiten Fachpublikum. Die Nato zeigt bereits großes Interesse. Da das neue Wesen gleichermaßen gut tauchen und klettern kann, soll es sich hervorragend für Kampfeinsätze eignen. Ansinnen dieser Art weist der Wissenschaftler jedoch weit von sich. Er möchte nicht, dass sein Eichhörnchendelfin zu militärischen Zwecken missbraucht wird. Der Berliner Zoo zeigt Bereitschaft ein passendes Gehege für diese interessante neue Art zur Verfügung zu stellen.

P.K.

Selbstmörder im Glück
Berlin
Als der Wohnungslose Peter S. am vergangenen Mittwoch bei einem Selbstmordversuch in die Wuhle sprang und dabei nicht ums Leben kam, sah er auf einmal etwas Silbernes im Wasser glänzen. Wie sich herausstellte, war es ein Koffer. Als Peter S. wieder an Land war, öffnete er ihn und konnte seinen Augen nicht trauen. Der Koffer war randvoll mit unzähligen Fünfhundert – Euroscheinen! Insgesamt befanden sich in dem Koffer fünf Millionen Euro. “Nun ist mein trostloses Leben als Wohnungsloser vorbei”, sagte Peter S. optimistisch.

L.G.

Erde 2.0 – Neu entdeckter Planet mit Chancen auf Leben
Moskau – Nach einer langen Suche nach einem Planeten, auf dem Menschen leben können, stießen russische Wissenschaftler nun endlich auf einen unserer Erde ähnelnden Himmelskörper. Der Planet ist ungefähr doppelt so groß wie unsere Erde und besteht ebenfalls zu 70% aus Wasser. Anders als bei uns ist die Sonne dort für mindestens 14 Stunden zu sehen. Der von der dortigen Vegetation produzierte Sauerstoff erfüllt ein weiteres Kriterium für das Überleben auf diesem Planeten. Lebewesen wurden jedoch noch nicht gesehen, berichteten Astronauten, die nun eine Expedition planen. Die Forschungen werden fortgesetzt und weitere Fakten folgen.

A.L.

Tee tötet
Berlin/London
- Engländer sterben früher! Wissenschaftler der Universitäten Berlin und London haben mithilfe einer Studie nachgewiesen, dass Tee der Gesundheit schadet. Leute, die viel Tee trinken, können schwere gesundheitliche Schäden, wie die langsam fortschreitende Verätzung der Speiseröhre erleiden und bis zu 10 Jahre früher sterben. Vor allem gesüßter Kamillentee ist nicht zu empfehlen. Der englische Premierminister reagierte konsterniert auf diese Nachricht. Schließlich sind die Engländer das Volk, welches pro Kopf den meisten Tee trinkt. Der Premier: „Wir überlegen, für den Verkauf von Tee ähnliche Restriktionen einzuführen wie für Alkohol, damit nicht schon junge Menschen den gesundheitsgefährdenden Folgen ausgesetzt sind.“

A.K.

Merkel nicht mehr einsam
Brandenburg – Am letzten Sonnabend klingelte es an Angela Merkels Haustür. Davor stand der Vorsitzende der Schäfer GmbH mit einem Schaf unterm Arm. Mit den Worten:“Hier haben sie ein Schaf. Kümmern sie sich drum, als wäre es ihr Fleisch und Blut“, drückte der Mann Frau Merkel das kleine, weiße Schäfchen in den Arm, drehte sich rasch um und ging.

H.B.

Essenschlacht im Shoppingcenter
Neukölln
– Gestern Nachmittag wurde ein 111-jähriger Rentner in einem Neuköllner Shopping-Center zum Täter. Er stürmte ein Schmuckgeschäft und bedrohte die Verkäuferin mit einer Gurke, einer Banane und einer Senfflasche. Sofort rief die panische Verkäuferin die Polizei, die sofort kam. Sie sperrten die lebensgefährliche Zone ab und bewaffneten sich mit Ketchup, einer riesigen Salatschüssel und Hamburgern, bereit für die Essensschlacht. Doch plötzlich zückte der Rentner Chilisoße und Pfeffer, um den Polizisten das Essen zu verwürzen. Damit hatten die überraschten Beamten nicht gerechnet. Der Täter entkam und ist immer noch auf freiem Fuß. Die Ermittlungen dauern an.

N.Z.

Die Stadt der Aliens
New York
In der Nacht zu Donnerstag wurden am Nachthimmel über New York unbekannte Flugobjekte gesichtet. Berichten zufolge waren es riesige, blinkende Ufos. Unter den Schaulustigen brach Panik aus. Forschern zufolge war es ein großer, brennender Meteorit, der einen riesigen Krater hinterließ. Außer einem Krater 50km von New York City entfernt, gab es keine weiteren Schäden.

M.M.

250- Kilo Mann aus Rutsche befreit
Berlin
– Donnerstag, der 18. April. Es ist 12 Uhr, als ein Mann im Leonorenbad in Lankwitz die Treppe zur Rutsche erkletterte. Er stieß sich von oben ab, doch er kam nicht unten an. Der Mann war steckengeblieben. Die herbeigerufene Feuerwehr montierte die Rutsche ab und versuchte mit zehn Einsatzkräften den unglücklichen Mann heraus zu ziehen. Doch vergebens. Um 15 Uhr konnte er  mithilfe eines Feuerwehrkrans und eines stabilen Ankerseils aus seiner misslichen Lage befreit werden.

S.P.

Musiklehrer verschluckt Flöte
Berlin/ Marienfelde -
Am 30.05.2013 verschluckte ein Musiklehrer der Gustav-Heinemann-Oberschule eine Flöte. Der Pädagoge wollte seinen Schüler etwas vorspielen, doch daraus wurde nichts. Durch ein Klopfen an der Tür erschreckt, verschluckte der sensible Lehrer das ganze Instrument. Sofort wurde der Notarzt gerufen. Der herbei gerufene Doktor konnte Schlimmeres verhindern und die Flöte noch vor Ort entfernen. Also Vorsicht beim Musizieren!

V.K., A.K.

Neue Frucht: Kibeere
Australien
– Neue Obstsorte entdeckt! Christian Korumpus stößt auf einer australischen Insel auf eine außergewöhnliche Frucht. Diese ist eine Mischung aus Erdbeere und Kiwi mit einem angenehmen säuerlichen Geschmack. Die nach dem Wunsch des Forschers Kibeere genannte Frucht soll auch bald in den deutschen Supermärkten verkauft werden.

J.M.

Überfall – Nur Wechselgeld geklaut!
Kuhdorf
-  Am Mittwoch stürmten fünf Männer in Mittelalterkostümen und mit Haargummis bewaffnet einen Tante-Emma-Laden und forderten die konsternierte Ladenbesitzerin auf, ihnen all ihr Geld zu geben. „Als ich ihnen die Kasse mit den Scheinen hinhielt, sahen sie mich verdutzt an und nahmen nur die Münzen. Insgesamt haben sie etwa 13 € in ihren Besitz gebracht“, berichtete die Ladenbesitzerin Frau Tulpe. „Das war das Seltsamste, was mir je passiert ist!“ Die Täter sind weiter auf freiem Fuß. Die Polizei dankt für jeden Hinweis, der zu ihrer Ergreifung führt.

A.W.

Außerirdische – Retter in der Not!
Sibirien -
Am vergangenen Sonntagmorgen wurde ein grell leuchtendes Objekt in Form einer Untertasse gesichtet. Augenzeugen berichten, es sei heller als die Sonne gewesen. Diese Beschreibung passt auch zu dem Vorfall vom 30. Juni 1908, als ein explodierender Meteorit auf die Erde zuraste. Er zersäbelte zwar den Sibirischen Wald, aber Außerirdische sollen Schlimmeres verhindert haben. Indem sie die Gesteinsbrocken vor dem Aufprall auf die Erde zerschossen, retteten sie möglicherweise die Menschheit. Nun sind Forscher auf der Suche nach Zusammenhängen und der Beantwortung der Frage, ob es SIE wirklich gibt.

H. A.

„Wie ein Esel im Porzellanladen“
Berlin
– Die Mitarbeiter der Berliner Porzellanmanufaktur staunten nicht schlecht. Eine erschrockene Kundin stürmte kurz nach ihrem Einkauf wieder zurück in den Laden. Ihre Souvenirs lagen nur noch als ein Scherbenhaufen vor dem laden auf dem Bürgersteig. Unter Schock stehend berichtete sie von einem Esel, der ihr gerade entgegen gerannt sei. Es stellte sich heraus, dass aus dem Zoologischen Garten Berlin ein Esel ausgebrochen war. Nach drei Stunden wurde der Unruhestifter von Polizeibeamten schließlich eingefangen. Der Direktor des Zoos entschuldigte sich bei der aufgeregten Kundin mit einer Eselskulptur aus Porzellan. Der Ausreißer durfte ungestraft in sein Gehege zurück.

L.R.


Kommentare

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5 Kommentare zu „MoPo Zeitungsenten und ihr Geschnatter“

  1. toni-bony

    Ich wünschte, in Zeitungen gäbe es öfter Zeitungsenten, die sind nämlich echt witzig. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht unsere Artikel zu lesen, und ich bin beeindruckt, auf was für Ideen einige gekommen sind. Es geht von Außerirdischen über Merkels nicht mehr einsames Dasein bis hin zum Tee, der tötet, was uns alle sehr schockieren würde.

  2. superzicke

    Ich denke, unser Leben wäre nicht leichter, wenn das alles in Wahrheit passieren würde. Wodka und Tee dürften wir nicht mehr trinken, sondern stattdessen nur noch Kibeeren essen. Jede Verkäuferin in einem Tanta-Emma Laden müsste Angst um ihr Wechselgeld haben, und wir müssten auf unsere Musiklehrer aufpassen, und dass dieser unsere Noten nicht per Los entscheidet. Merkel würde wahrscheinlich nur noch Gesetze zum Schutz von Schafen, Eichhörnchendelfinen und entlaufenen Kühen und Eseln unterzeichnen und vergessen, dass ihre eigentlichen Staatsbürger Menschen sind. Die Obdachlosen würden der Reihe nach von Brücken springen und auf das große Glück hoffen. In den Einkauf-Centern würde die Hölle los sein, die Fußballmanschaften deutlich an Fans verlieren und zur Krönung würde dicken Männern das Rutschen verboten werden. Ist das gerecht?
    Naja, spätestens bei der feindlichen Übernahme der Aliens und dem Umzug auf die Erde 2.0 würde sich ja dann vielleicht doch etwas ändern.

  3. fanboy

    Aus diesen Zeitungsartikeln bemerkt man die Kreativität jedes einzelnen aus dem F-Kurs Deutsch und die Ideen zu jedem einzelnen Zeitungsartikel sind erstaunlich. Denn ich muss ehrlich zugeben, ich wär nie auf diese kreative Ideen gekommen…

  4. checker

    Es hat sehr viel Spaß gemacht sich diese amüsante Nachricht auszudenken. Nicht nur, dass es eine einzige Zeitungsente gab. Es gab gleich eine ganze Menge, weil nämlich unsere ganze Klasse sich jeweils eine lustige Zeitungsente ausdachte. Ich find es einfach nur erstaunlich, wie eine ganze Klasse sich solche coole Sachen einfallen lassen kann. Das ist ein Zeichen von überragender Kreativität.

  5. a-star

    Anfangs hatte ich Probleme mich für ein Thema zu entscheiden. Zahlreiche ungeklärte Rätsel der Wissenschaft kamen mir in den Sinn, jedoch konnte ich mich nur schwer entscheiden. Endlich entschieden, kamen mir spontan Gedanken zu dem Oberbegriff und es fiel nun wesentlich leichter sie zu sortieren und in einen kurzen, sachlichen Text zu packen. Siehe da – eine echte Zeitungsente ist fertig. Wenn man sich die Zeitungsenten durchliest, könnte man eigentlich auch einige für wahre Geschehnisse halten, oder?