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Meine Reise nach Japan

| 14.04.201311 Kommentare » Japan, Klasse

Vor gut einem Jahr habe ich mit meiner Familie Japan besucht. Eigentlich war diese Reise bereits für ein Jahr früher geplant gewesen, aber damals machte der Tsunami nicht nur uns einen Strich durch die Rechnung… Aber dann war es soweit. Wir flogen nach Tokyo und sind von dort nach Osaka, von Osaka nach Kyoto und von dort nach Aso gefahren.

Reiseroute

Reiseroute

Das Zugfahren:
Als wir in Tokyo ankamen, hat mein Vater erstmal für uns alle JR-Pässe gekauft. Damit konnte man mit allen JR-Bahnen und Shinkansen fahren. JR heißt Japanese Rail.
Wahrscheinlich hätte ich das erste Mal Bahnfahren mehr genossen, wäre ich nicht so müde gewesen, denn immerhin war ich über 33 Stunden wachgeblieben. Und außerdem hatten wir die Koffer dabei. In den japanischen Bahnen spricht eigentlich keiner. Jeder Zweite macht was mit dem Handy und die anderen  schlafen. Auf den Bahnhöfen gibt es Markierungen, wo die Türen vom Zug sind und auch ob es zum Beispiel ein Frauenwaggon ist. Das ist sehr praktisch, vor allem wenn man Shinkansen fährt. Die Züge dort haben Stühle, die man drehen kann, damit die Leute nie entgegen der Fahrtrichtung fahren müssen. Es gibt genau wie in Deutschland Personal, das Wagen mit Essen durch die Waggons schiebt. Sie müssen sich wie auch alle anderen Angestellten der Bahn ( z.B. die Schaffner) verbeugen, wenn sie reinkommen und auch wenn sie rausgehen. Das ist ziemlich umständlich, weil die Frauen oder Männer, die den Essenswagen schieben, immer den Wagen rausschieben und umdrehen müssen, dann kommen sie nochmal herein und verbeugen sich. Und eigentlich nimmt keiner der Reisenden Notiz davon.

Shinkansen

Die Einheimischen:
Japaner sind ausgesprochen nett! Also ich bin keinem begegnet, der unfreundlich war, und wir haben nur einen einzigen Japaner gesehen, der richtig dick war. Die meisten Japaner haben Klapphandys, an denen immer ganz viele Anhänger und solche  Sachen dranhängen. Unter den Passanten gibt es sehr viele Anzugträger und Frauen in Röcken und Blusen. In den meisten Schulen gibt es Schuluniformen. Aber in der Grundschule, die ich mit meinem Vater und einem japanischen Freund besucht habe, mussten keine Uniformengetragen werden. Die Schüler an dieser Schule hatten jedoch alle die gleichen Rucksäcke und beim Sport trugen sie einheitliche Kleidung. Manche Japaner tragen aber auch echt ausgefallene Sachen. Aufgefallen sind uns hier vor allem Schuhe mit ganz hohen Absätzen oder Sohlen. Ich vermute, damit wollen sich die Japaner-vor allem Japanerinnen- etwas größer machen. Was wir in Japan gar nicht gesehen haben, sind Fahrradfahrer mit Helmen. Das Fahrradfahren in Japan ist sowieso aufregend. Wir haben uns in Kyoto einen Tag lang  Fahrräder geliehen und sind durch die Stadt gefahren. Das war eine Erfahrung für sich, denn die Japaner, die ja ansonsten immer sehr korrekt und höflich sind, haben irgendwie keine Fahrradregeln. An unerwarteten Stellen hat man plötzlich Gegenverkehr, und man weiß nie, ob man nach rechts oder links ausweichen soll. Das handhabt jeder anders.

Fussgängerzone

Und sonst noch so:
Tokyo sieht vor allem bei Nacht schön aus, weil überall die Reklame an den Hochhäusern leuchtet. Es gibt kein Graffiti an den Häusern oder besonders viel Schmutz auf den Straßen. Vielleicht liegt es auch daran, dass niemand beim Gehen isst oder trinkt. An so ziemlich jeder Straße gibt es Essens- oder ( meistens ) Getränkeautomaten. Dort kann man zwischen ( echt sehr ) heißen Getränken wie Tee oder Kakao und kalten Getränken wie Wasser wählen. Es gibt aber auch z.B. Regenschirmautomaten oder Brillenputzstände. Letztere sind sehr praktisch, wenn man eine Brille trägt.

Brillen-Putz-Stand

Ich fand es echt wunderschön und total aufregend in Japan und ich freue mich schon, wenn wir in der 10. Klasse alle zusammen dorthin fahren!!

Kirschblüten

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Kommentare

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11 Kommentare zu „Meine Reise nach Japan“

  1. missperry

    Die Vorfreude auf die Reise in anderthalb Jahren steigt auch bei mir immer mehr.

    Ich denke, es wird total spannend nach Japan zu reisen, weil ich dort unglaublich viel Neues lernen kann. Ich meine, allein schon beim Zugfahren gibt es so viel Neues zu sehen. Ich habe aber auch sehr viel Respekt vor der Kultur und der Sprache.
    Ich hoffe, ich bin nicht die einzige, die sich da so große Sorgen macht.

  2. www

    Ich freue mich schon so sehr auf die Klassenfahrt nach Japan. Am liebsten würde ich einfach sofort ins Flugzeug steigen und dorthin fliegen, aber ich glaube, dass ich da nicht so schnell wieder wegwollen würde.

    Ich finde es ziemlich praktisch, dass man die Sitze im Shinkansen einfach drehen kann, sodass man nicht entgegen der Fahrtrichtung sitzen muss. Irgendwie finde ich es schade, dass nicht alle Leute in Deutschland so freundlich sind wie zum Beispiel die in Japan, aber zum Glück sind viele Menschen ziemlich nett. Ich frage mich, ob Berlin in der Nacht genauso oder vielleicht ungefähr so schön ist wie Tokio, aber ich wette, dass ich meinen Mund, nachdem ich Japan in der Nacht gesehen habe, nicht mehr zukriegen werde.

    Es ist echt eine große Chance für mich nach Japan zu fliegen, denn ich meine, nicht jeder kann das. Ich kann es gar nicht mehr erwarten!

  3. flottylotty

    Dein Text über Japan finde ich sehr spannend und irgendwie auch lustig: Brillenputzstände, Regenschirmautomaten, Shinkansen… das klingt alles wie aus einer Fantasiewelt.

    Dabei ist Japan keine Welt, die erfunden ist und nur in unseren Köpfen spukt. Es ist Realität, die Lichter in Tokyo bei Nacht, die Geishas mit den weißen Gesichtern und roten Lippen, das höfliche Verbeugen… All das gibt es wirklich. Nur eben sehr weit entfernt.
    Die Reise in dieses Land, mit einer Sprache die wir jetzt seit fast vier Jahren lernen und manchmal sehr kompliziert zu merken und verstehen ist, ist sehr verlockend.
    Doch ich habe auch ein wenig Angst. Was ist mit 2011? Dem Atomkraftwerk? Der Radioaktivität, die als Unsichtbares vergiftet?
    Doch andererseits wartet da ein Land auf dich mit anderen Menschen, anderer Kultur, anderen Bräuchen und Angewohnheiten, welches nur so darauf wartet entdeckt und erforscht zu werden.
    Ich meine wir leben nur ein einziges Mal in diesem Leben. ” You only live ones. ” YOLO! Du hast nur einmal die Chance dein jetziges Leben zu leben. Sollten wir dann nicht einfach los. Losfahren, los fliegen und die Welt für uns neu entdecken?
    Doch andererseits sind da die Folgen und Konsequenzen, die uns mit offenen Armen entgegentreten. Wir leben nur einmal. Sollten wir dann nicht auch auf unser Leben Acht geben? Der Versuchung Wiederstehen?
    Wiederstehen oder einfach machen und aufregend leben, sehen und reisen egal was kommt?

  4. funnybunny

    Dein Erlebnis in Japan hört sich echt interessant an, denn ich wusste zum Beispiel garnicht, dass es Brillenputzer für diejenigen, die eine Brille tragen, irgendwo auf der Welt gibt. Oder, dass es Regenschirmautomaten gibt. Wenn es sowelche Sachen in Deutschland geben würde, würde es bestimmt viel leichter für zum Beispiel ältere Menschen sein. Apropo ältere Menschen… Ich habe mal gehört, dass die älteste Frau, die noch lebt, die Japanerin, Misao Okawa, sein soll . Sie soll schon 114 Jahre und 359 Tage alt sein, was für mich echt ein Wahnsinn ist.
    Ein Wahnsinn für mich ist außerdem auch noch, dass ich jetzt schon seit drei Jahren, mit meinen Mitschülern, Japanisch lerne und ich muss sagen Japanisch zu lernen ist meiner Meinung nach nicht wirklich schwer. Man muss nur Interesse an dem Fach haben und sehr gut im Unterricht aufpassen, denn wer das nicht macht, versteht bestimmt auch nichts und wird bestimmt auch auf der Japan Reise in der 10.Klasse, worauf ich mich echt schon sehr freue, auch nichts verstehen.

  5. tieraerztin

    Liebe tonibony,
    ich kann mir es sehr gut vorstellen, wie die Lichter der Werbung an den Häusern scheinen. Es erinnert mich ein wenig an den Times Square in New York.
    Zwar freue ich mich sehr auf die Klassenreise, habe aber andererseits auch ein wenig Bange davor, dort nur wenig zu verstehen. Hast du dort das Japanisch der Einwohner verstehen können (da sie ja meist sehr schnell sprechen)? Und hast du zum Beispiel einen Einkauf auf Japanisch gemacht?
    Vielleicht werde ich nächstes Jahr (genauso wie du) mit meiner Familie nach Japan fliegen. Mal sehen, ob es klappt…

  6. a-star

    Wenn ich den Begriff “Japan” höre, kommt mir sofort unsere gemeinschaftliche Reise als Klasse in den Sinn. Alles klingt so exotisch. Von Brillenputzständen bis hin zu Schnellzügen ist alles aufzufinden in Japan. Bereits am Sonntag haben wir beim Hanami, dem Kirschblütenfest, Besucher durch unsere Japanischkenntnisse beeindruckt, Selbstgebasteltes verkauft und Spenden kassiert. Jugendliche und Erwachsene im Manga-Stil haben sich ebenfalls dort versammelt und waren zweifelslos ein Hingucker. Was uns so in Japan erwarten wird?

  7. kiwi

    Ich freue mich auch schon riesig auf Japan. Zu dem Zweck sammelten wir am Sonntag fleißig Spenden zur Finanzieren des Trips. Es fand nähmlich das Jährliche Kirschblütenfest statt bei dem wir uns mit zwei kurzen Bühnen Performences vorstellten. Außerdem hatten wir zusammen mit dem Förderverein unserer Schule einen eigenen Stand an dem wir die Besucher informierten und Origamis und sonstiges verkauften. Dabei merkte ich schon wie begeistert die Menschen davon waren wie gut wir die japanische Sprache doch schon können und ich höffe das es im September 2014 dann schon so gut ist, dass wir uns Unterhalten können.

  8. nana

    Die japanische Kultur und Sprache ist anders als bei uns in Deutschland, was für die Japaner alltäglich ist, ist für uns ungewöhnlich. Japan ist für uns eine völlig andere Welt mit vielen Entdeckung.Ich entdecke diese Welt jedes Jahr immer mehr und ich werde immer neugieriger. Ich bin sehr zufrieden, dass ich Japanisch lerne und 2014 nach Japan fliege und vielleicht irgendwann, wenn ich mal Erwachsen bin, wohne ich in Japan und die ungewöhnlichen Sachen werde mir zum Alltag.

  9. fanboy

    Japan ist ein großartiges Land mit vielen Ritualen die wir vielleicht nicht verstehen. Einige Gewohnheiten können wir nicht nachvollziehen. Aber genu das ist, wieso wir Japan so interessant finden. In der zehnten Klasse werden wir eine große Reise nach Japan machen. Ich weiß es jetzt schon das es eine erfahrungsreiche Reise wird.

  10. checker

    Ich freue mich schon riesig auf die Japanfahrt im Jahr 2014. Meiner Meinung nach wird es die beste Klassenfahrt meines Lebens. Man fliegt in ein komplett anderes Land, dessen Orte und dessen Kultur man überhaupt nicht kennt. Die Finanzierung dieses Projekts ist zwar eine schwierige Sache, jedoch werden wir alle gemeinsam als Klassengemeinschaft sehr viel Spaß in Japan haben.

  11. fruity

    Vor vier Jahren war es noch gar kein Thema nach Japan zu reisen und jetzt planen wir das schon seit längerer Zeit. Es ist total aufregend und ich freue mich schon sehr darauf.
    Ich glaube allerdings auch, dass es schwierig werden könnte die gelernten Vokabeln dort richtig umsetzen zu können. Der praktische Einsatz ist etwas ganz anderes al der normale Unterricht. Ich hoffe, noch so viel wie möglich vor der Klassenfahrt 2014 über Japan zu lernen.