Zum Inhalt

Im Rückblick – Poesie verbindet

| 18.12.20121 Kommentar » Interessantes, Veranstaltungen

Poesie verbindet – Der Wettbewerb 2013 läuft bereits!

Am 9.Juni  war ich mit meinem Vater in der Akademie der Künste. Die Akademie der Künste ist in der Nähe vom  Grips Theater, in dem wir ja auch schon waren und ein Theaterstück gesehen haben. Ich war aber nicht einfach so da um mir dort alles anzugucken. Frau E.  hatte mir vorgeschlagen, dort eine Filmpremiere und Preisverleihung anzusehen. Ich nahm das Angebot gerne an.

Mein Vater und ich und natürlich andere Menschen wurden in einen großen Raum gelassen, in dem ganz vorne eine Bühne war. Am Anfang hat der Moderator begrüßt und das Licht ging aus. Danach haben auch noch ein paar andere Personen eine kleine Rede gehalten und erklärt, um was es eigentlich geht. Also: Es handelt sich um den Schreibwettbewerb namens ” Poesie verbindet”. An dem Wettbewerb durften Kinder und Jugendliche zwischen acht und 20 Jahren mitmachen. Sie schrieben über ihr Lieblingsgedicht: Wann man es das erste Mal gelesen hat, wie der Alltag mit dem Gedicht zusammenhängt, Träume und Wünsche…  Es gab drei Jurymitglieder, die von den 277 Teilnehmern die nach ihrer Meinung  besten drei auswählten. Zeitgleich fand in Polen ein ähnlicher Wettbewerb statt. Drei Jurymitglieder und drei Gewinner. Diese sechs Jurymitglieder und sechs Gewinner aus Polen und Deutschland kamen dann an diesem Tag alle in die Akademie der Künste nach Berlin zur Preisverleihung. Der Altersunterschied zwischen den Gewinnern war sehr hoch. Aylin Chaaban (17 Jahre), Christian Egert (10 Jahre), Karen Schmitt (15 Jahre) und aus Polen Alexandra Kozerska (14 Jahre), Alexander Overbeek (11 Jahre), Adrian Gnus (20 Jahre). Die Gewinner wurden auf die Bühne gebeten und jedem wurde eine Urkunde und ein Preis überreicht. Außerdem gratulierte jeweils ein Jurymitglied einem Gewinner und sagte zu jedem, was der Jury an dem Text des Gewinners  besonders beeindruckt und gefallen hat. Anschließend wurde ein Film gezeigt wird, der von einem Jurymitglied gemacht wurde. In dem Film kam jeder Gewinner zu Wort; sein Zuhause, sein Leben- also Familie, Hobbys, Ängste, Träume,Wünsche, Meinungen… in Verbindung mit dem Gedicht,das jeder dazu auch noch selbst vorlas. Durch den Film erkannte ich, dass jeder von diesen Kindern oder Jugendlichen und somit auch die Gedichte sehr verschieden waren. Während ein Junge für immer in seiner Heimatstadt bleiben möchte, wollte ein anderer später mal nach New York ziehen. Ein Mädchen erzählte von ihrer Angst irgendwann nicht mehr frei zu sein und ein anderes erzählte von ihrem Wunsch, irgendwann mal mit einem Fallschirm zu fliegen.

Besonders beeindruckt hat mich Alexander Overbeek. Er erklärte, dass sein Gedicht von wilden Wölfen handelt. Er sagte, dass Menschen nicht immer alle kleinsten Regeln befolgen, sondern auch “wild” sein sollten.  Er war mir sehr sympathisch, und ich mochte seine  Ironie und seinen Witz.

Ich bereue es nicht zu dieser Veranstaltung gegangen zu sein, denn so habe ich neue interessante und junge Persönlichkeiten kennengelernt. Die Gewinner aus Deutschland und Polen haben sich auch untereinander kennengelernt – also stimmt es ja wirklich, dass Poesie verbindet und zusammenbringt.

Schlagwörter für diesen Artikel:

,

Kommentare

Kommentare sind nur innerhalb von 30 Tagen nach Veröffentlichung des Artikels möglich. Dieser Zeitraum ist nun leider vorüber.

Ein Kommentar zu „Im Rückblick – Poesie verbindet“

  1. superzicke

    Ich habe auch schon von diesem Wettbewerb gehört und überlegt daran teilzunehmen.
    Es ist auch faszinierend, dass diese jungen Leute sich wahrscheinlich nie im Leben getroffen hätten, aber wie du schon sagtest, die Poesie hat sie verbunden. Auch alle Leser von Poesie sind ja irgendwie verbunden. Vielleicht lesen zwei Leser gleichzeitig das selbe Gedicht und ihnen gehen ähnliche Gedanken durch den Kopf, auf die sie sonst vielleicht nie gekommen wären.