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Der Rattenfänger von Hameln-Unsere Version

| 24.10.2011Kommentare deaktiviert Interessantes, Klasse, Medien, Projekte

„Literatur ist die Unsterblichkeit der Sprache“, sagte Friedrich Schlegel, ein deutscher  Schriftsteller und Philosoph des 18. Jahrhunderts. Literatur überträgt man nicht nur schriftlich, sondern auch mündlich. Ein Beispiel dafür ist die Ballade. Was ist eigentlich eine Ballade? Das Wort „Ballade“ ist im 12. Jahrhundert im römischen Sprachraum  entstanden. Die Ballade  kann man  als gereimte Geschichte oder erzählendes Gedicht bezeichnen. Sie ist eine sehr alte Form der Erzählung, die meist singend vorgetragen wurde. Man erkennt sie an ihrer Lyrik (Gedichtform, die sich reimt), Dramatik (lebendige, spannende und dialogische Schreibweise) und Epik (eine von Anfang bis Ende erzählte Geschichte). Häufig handelt die Ballade von etwas Traurigem. Die meisten Balladen lieben das Unheimliche, Düstere und oft Gruselige.

Eine alte deutsche Legende über einen  Rattenfänger aus Hameln, der eine magische Flöte besaß, ist heutzutage in der ganzen Welt bekannt. Sie wurde in viele Sprachen übersetzt und als Grundlage für Aberglauben und Märchen genutzt. Viele berühmte Dichter, Schriftsteller, Künstler  und Musiker hat  diese Rattenfänger-Sage inspiriert. Diese Legende aus Hameln hat auch unsere Klasse angeregt und begeistert. Aus diesem Grund werden wir das Geschehen  in dieser Stadt um unsere Sichtweise ergänzen. Als Vorarbeit haben wir uns in Rollen der Betroffenen versetzt und kurze Texte darüber geschrieben. Um sich nun nochmals in veränderter Form mit der Ballade zu beschäftigen, schrieb ich  im Deutschunterricht eine Nacherzählung aus der Sicht eines betroffenen Kindes der damaligen Zeit.  Sie spiegelte  die Angst der Menschen vor dem Tod wider. Außerdem wollen wir  „die moderne Welt “ einbauen, um das Ganze aufzupeppen. Wir haben neue Rollen hinzugefügt, zu denen natürlich Politiker, Journalisten, Moderatoren, Touristen und Experten gehören, da diese Leute  in der heutigen modernen  Zeit eine wichtige Rolle im öffentlichen Leben spielen. Angeregt hat mich dabei die Rolle des Experten.  Der Experte sollte über besondere Erfahrungen und Kenntnisse verfügen.  Als Fachmann auf einem Gebiet sollte ich mich gut  präsentieren und über meine Berufserfahrung  berichten.

Anschließend organisierte  unsere Klassenlehrerin ein Casting. Die Schüler stellten sich in der gewünschten Rolle dar. Das Casting verlief bis jetzt reibungslos und einwandfrei. Es war zwar interessant, aber mir fehlten teilweise das Selbstbewusstsein und die Überzeugungskraft der sich vorstellenden Personen. Sowohl in der originalen als auch in der von uns interpretierten Version bekam der Rattenfänger seine Belohnung nicht. Durch Nachdenken und Grübeln sollten die Schüler über mögliche Gründe dieser Entscheidung diskutieren und einen Dialog zwischen dem Bürgermeister und dem Ratsherrn entwickeln.

Meiner Meinung nach kann diese Geschichte jedoch durch nichts bewiesen werden. So wird der wahre Hintergrund dieser Legende vielleicht immer im Dunkeln bleiben.

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