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Preisverleihung “Junger Europäer des Jahres 2011″- Wir waren dabei

| 01.06.20111 Kommentar » Ausflüge, Interessantes, Medien, Veranstaltungen

Am 26.5.2011  fand die diesjährige Verleihung des  Preises „Junger Europäer des Jahres“ im Abgeordnetenhaus Berlin statt. Die Festveranstaltung wurde von der Schwarzkopf-Stiftung  getragen, die dieses Jahr ihr 40. Jubiläum feiert. Diese Stiftung möchte Jugendlichen aus ganz Europa die Möglichkeit geben, Politik hautnah mitzuerleben und mitzugestalten. Sie unterstützt junge Leute dabei sich zu engagierten, zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten zu entwickeln und „Europa zu einem vereinten, friedlichen Europa zu gestalten“. Die Stiftung  vergibt  auch Reisestipendien und alljährlich  die Preise „Junger Europäer des Jahres“ und den „Schwarzkopf-Europa-Preis“.

Die Festveranstaltung fand im Festsaal des Hauses statt. Es fing mit einem Ausschnitt eines Flötenspiels von Michael Blavet an, gefolgt von der Begrüßung von Walter Momper, dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin. Er sprach über aktuelle Themen, also über die Idee von Gemeinschaft, friedvoller Zusammenarbeit und Aufrechthaltung der Menschenrechte in Europa.Vor zehn Jahren herrschte noch ein schrecklicher Krieg auf dem Balkan, mitten in Europa. Die Leute sind dort immer noch am Leiden. Stefan Ivanovic, der aus dieser Region kommt, ist der diesjährige „Junge Europäer des Jahres“ und hat den Krieg selbst miterlebt. Danach folgte die Festrede „The Young and Wider Europe“ auf Englisch von Prof. Dr. Jerzy Buzek, dem Präsidenten  des Europäischen Parlamentes. Seine Idee an diesem Abend war es, allen zu zeigen, dass Europa nicht nur ein Kontinent ist, sondern  eine Wertegemeinschaft. Europa sollte keine festen Grenzen mehr haben, meinte Prof. Dr. Jerzy Buzek. „Wenn Leute  EUROPA sagen, meinen sie Demokratie, Freiheit, Menschenrechte und eine Chance für ein besseres Leben. Unsere europäischen Werte sind universelle Werte. Deshalb haben wir nach 1989 alle so hart gearbeitet, um unsere Länder so zu verwandeln, wie wir es wollten. Ich bin überzeugt, dass für uns Frieden in diesem Jahrhundert zu garantieren ist, denn nur Demokratie und Wohlstand bringen wirklich Frieden und Stabilität“. Zum Schluss gratulierte er persönlich dem „Jungen Europäer des Jahres“ Ivanovic für seine geleistete Arbeit. Der „Junge Europäer des Jahres“, der 22jährige Stefan Ivanovic bekam  den Preis der Schwarzkopf-Stiftung für seine engagierte Arbeit im Austausch zwischen Jugendlichen aus seinem Heimatland und anderen Ländern Europas. Mit dem Preis gibt die Schwarzkopf-Stiftung ihm die Möglichkeit, ein Praktikum bei Hannes Swoboda, einem Mitglied des Europäischen Parlaments zu machen. Im Anschluss kam das Grußwort von Andre Schmitz-Schwarzkopf, dem Vorstandsvorsitzenden der „Schwarzkopf-Stiftung“. Dazu haben Jugendliche und Entscheidungsträger aus Politik und Kultur gratuliert.

Ich bin der Meinung, dass wir als Jugendliche das Schicksal Europas selbst in die Hand nehmen sollen, um  eine demokratische Gesellschaft bilden zu können. Damit können wir gar nicht früh genug anfangen. Auch wenn wir vier Kinder aus der 6.1 eindeutig die jüngsten Gäste waren, kann ich mir vorstellen, nächstes Jahr wieder dabei zu sein.

Kommentare

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Ein Kommentar zu „Preisverleihung “Junger Europäer des Jahres 2011″- Wir waren dabei“

  1. Sylvia Richel

    Vielen Dank für deinen tollen Beitrag im Blog, mit dem wir uns noch lange an den festlichen Nachmittag erinnern werden! Hier noch ein paar Eindrücke von mir:

    Gelebte europäische Geschichte aus erster Hand durften wir im Berliner Abgeordnetenhaus erleben. Feierlich geehrt wurde der 22-jährige Stefan Ivanovic aus Bosnien-Herzegowina, der den Krieg mitten in Europa vor gut zehn Jahren miterlebt hat und sich seither mit großem Engagement für Völkerverständigung und Menschenrechte auf dem Balkan einsetzt – und dafür, das Bosnien-Herzegowina eines Tages auch zur europäischen Union gehört. Zeit für alle Gäste einmal innezuhalten, und über die grundlegenden, in Deutschland so selbstverständlich erscheinenden Werte nachzudenken, die in der politischen Tagesberichterstattung schnell ins Hintertreffen geraten. Als verkündet wurde, dass am Vormittag nach langer Suche der schweren Kriegsverbrechen angeklagte Ratko Mladic gefasst wurde, spendete das Publikum spontanen Applaus.

    Einige Festreden wurden in Englisch gehalten, so dass die Schüler nicht bis ins kleinste Detail folgen konnten. Aber das hat dem Erlebnis keinen Abbruch getan: Der Hausherr, Herr Momper, der zur Zeit der Wiedervereinigung Berlins Regierender Bürgermeister war, berichtete in seiner Begrüßungsrede anschaulich von der Zeit des Mauerfalls. Und Jerzy Buzek, der derzeitige Präsident des Europäischen Parlaments und Ehrengast erzählte aus den Tagen der Teilung Berlins, die er zufällig auf Reisen in Berlin verbrachte und hautnah miterlebt hat. Zusammen mit den filmischen Berichten zum Jubiläum der Schwarzkopf-Stiftung war es für uns alle eine inspirierende Veranstaltung. Und ratet mal, wer noch unter den Gästen war: Margot Friedlander, die unsere Schule hoffentlich bald wieder besucht.

    Hier der Film zum Jubiläum der Schwarzkopf-Stiftung: http://www.schwarzkopf-stiftung.de/area.3.Stiftung.html