Zum Inhalt

Meine Gedanken zur Jubiläumsveranstaltung „20 Jahre nach dem Mauerfall“

| 22.11.20091 Kommentar » Interessantes, Veranstaltungen

Am 9. November fand das 20jährige Jubiläum zum Fall der Mauer statt. Meine Klasse 5.1 gestaltete für den Festakt einen Mauerstein aus Styropor, der am Abend zusammen mit den anderen Steinen als Dominoreihe den Fall der Mauer entlang des Brandenburger Tores noch einmal symbolisieren sollte. Für unsere Klasse nahm ich als Helfer und Betreuer „unseres“ Steins an der Veranstaltung teil.Das Wetter spielte leider nicht mit: Es regnete die ganze Zeit und es war kalt. Am Ende der Veranstaltung waren wir alle völlig durchgefroren und sehr nass.

Das Management der Veranstaltung war sehr chaotisch: Bereits die Anmeldung als Helferin lief völlig unorganisiert. Der versprochene Tee kam leider nicht bis zu uns. Der Umgangston des Teamleiters war unfreundlich und unangenehm. Ab 18 Uhr durften wir Helfer nicht mehr auf die Toilette gehen. Schließlich vergaß der Teamleiter dann noch, uns kurz vor dem Umfallen der Steine an die Schulter zu ticken, wie es vereinbart war. Statt neben die Dominosteine stellte er uns dazwischen, so dass der Stein schließlich auf uns fiel.

Leider konnten wir auch die große Leinwand, auf der die Veranstaltung übertragen wurde, nicht sehen. So bekamen wir weniger von dem Festakt mit, als die Zuschauer vor den Fernsehgeräten. Gut gefiel mir, dass bei der Anmeldung Gutscheine für Essen und Trinken ausgegeben wurden, denn die Veranstaltung dauerte bis spät abends.

Die Gestaltung der Dominosteine hat mich sehr beeindruckt: Schüler und Künstler aus der ganzen Welt hatten sie bemalt. Auf einem Stein stand ein Auto vor der Mauer und war völlig mit Gras zugewuchert. Andere Steine zeigten schöne Manga-Zeichnungen. Die Erklärungen zu den Bildern dokumentierten, dass sich die Menschen viele Gedanken über die Mauer, ihre Folgen und schließlich ihren Fall gemacht hatten. Die Dominosteine bestanden aus Styropor und konnten daher leicht umfallen. Ein Stein aber war aus Beton und unterbrach die Dominokette. Dieser Stein sollte symbolisieren, dass noch nicht alle Mauern in der Welt gefallen sind und auch heute sogar noch welche errichtet werden. So ist zum Beispiel Korea immer noch durch eine Mauer getrennt.

Die Musik zur Veranstaltung gefiel mir unterschiedlich gut. Bei dem Lied „Freiheit“ hatte ich das Gefühl damals beim Fall der Mauer dabei gewesen zu sein. Das Lied „Berliner Luft“ war sehr unterhaltsam. Die klassischen Stücke der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim gefielen mir nicht. Sie klangen teilweise sehr schräg. Viele Zuhörer riefen „Aufhören“.

Die Moderation des Abends machte Thomas Gottschalk. Sie war locker und erfrischend. Die Interviewpartner redeten mir persönlich zu viel. Als prominente Gäste nahmen an diesem Festakt viele bedeutende Politiker teil. Die Rede von Angela Merkel sprach mich sehr an. Sie erzählte vom Weg zum vereinten Deutschland. Leider war der Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, nicht beim Festakt anwesend. Seine Außenministerin Hilary Clinton vertrat ihn in Berlin und brachte seine Videobotschaft für das Fest mit. Zum Abschluss des Abends gab es dann noch ein großes Feuerwerk.

Wenn ich der Veranstaltung eine Note geben müsste, so würde ich ihr eine Zwei minus geben. Trotz der negativen Bemerkungen finde ich es aber wichtig, dass die Veranstaltung stattfand, weil der Fall der Mauer ein wichtiger Moment in der Geschichte für beide Teile von Deutschland war und wir uns daran erinnern sollten.

Schlagwörter für diesen Artikel:

, , , ,

Kommentare

Kommentare sind nur innerhalb von 30 Tagen nach Veröffentlichung des Artikels möglich. Dieser Zeitraum ist nun leider vorüber.

Ein Kommentar zu „Meine Gedanken zur Jubiläumsveranstaltung „20 Jahre nach dem Mauerfall““

  1. xxx

    Ich war dort und habe unseren Mauerstein gesehen. Er ist sehr schön. Inzwischen steht er wieder in der GHO.